Reisebericht nach Amari (Kreta)
August 27th, 2011Für unsere diesjährigen Sommerferien haben Heike und ich keine großartige Vorplanung gemacht. Spontan haben wir uns vor dem Reisebüro von dem im Fenster aushängenden Plakat “Lastminute Griechenland” verleiten lassen und einen Flug nach Kreta gebucht. Unser Hotel lag direkt an einer traumhaften Strandpromenade (perfekt für den Tauchurlaub) in Rethymnon und liess keine Wünsche offen. Trotz des verlockenden Blicks aufs türkisfarbene Meer haben wir uns gleich am zweiten Tag unseres Aufenthalts auf den Weg ins Inselinnere gemacht.
Unmittelbar beim Hotel machten wir eine Autovermietung ausfindig, was sehr praktisch war, weil wir so das Auto abends dort immer im Hof parken konnten; die Parkmöglichkeiten am für uns gebuchten Hotel waren nämlich sehr ungünstig. Mit unserem Mietwagen, das erstaunlich gut in Schuss zu sein schien, sind wir dann weg vom Meer gefahren, das an diesem Tag unter einer diesigen Dunstglocke vergraben zu sein schien. Wir fuhren in Richtung Rethymnon-Zarou, auf gewundenen Strässchen, in einer Landschaft, bei der man nach jeder Biegung ein neues tolles Fotomotiv entdecken konnte. Eben aus diesem Grund – und weil Heike sich von ihrer Digitalkamera kaum losreissen konnte – hielten wir öfters an als eigentlich geplant war. So konnten wir uns aber vom einmaligen kretischen Flair der kleinen Bergdörfer verzaubern lassen. Hauptsächlich die unzähligen malerischen Kirchen und die kleinen Friedhöfe der Bergsiedlungen hatten es uns angetan. Es bot uns das typische Bild dieser abgelegenen Dörfer: Einheimische, die sich unterhaltend vor ihren Häusern aufhielten, alte Mütterlein, die vor ihren Steinhäusern saßen, oder alte Männer mit gebräunten Gesichtern, die vor ihren Häusern den Staub zusammenkehrten.
Heiss war es und gegen Mittag erreichte die Mammuthitze ihren Höhepunkt. Es waren bestimmt 40 Grad. Demnach waren wir froh, in Apodoulou einen Zwischenstopp einlegen zu können, um uns etwas zu erfrischen. Unser mitgeführtes Wasser hatte nämlich inzwischen die Aussentemperatur angenommen und war kaum mehr geniessbar. Auch in Apodoulou sind die landestypische Kirche und die einmalige Bebauung absolut sehenswert. Auf dem Weg nach Amari durften wir mitten auf der Strasse einen alten knorrigen Baum erblicken. Kurz darauf kamen wir an dem hübschen Kirchlein der heiligen Anna vorbei. Nur wenige Kilometer und Olivenhaine später erreichten wir Amari, wo wir uns den venezianischen Glockenturm ansahen und ein nettes Plätzchen fanden, um uns mit griechischem Bauernsalat und Tzatziki zu stärken. In diesem beschaulichen Moment und angesichts der noch folgenden wunderschönen Tage entschlossen wir uns, die nächsten Ferien auf jeden Fall wieder auf kretischem Boden zu verbringen, vermutlich wieder mit Last Minute Reisen.